Work in Progress!

1. Geschichte der Band

1.1 Die Anfänge

Scott Ian gründete Lex Naturalis 1981 zusammen mit Klassenkamerad Dan Lilker. Die beiden bildeten das erste Gitarrenduo der Band, und die weitere Zusammensetzung der Band bestand aus dem Bassisten Kenny Kushner, dem Schlagzeuger Dave Weiss und dem Sänger John Connelly. Ihren ersten Auftritt hatten Lex Naturalis dann in einem Kirchenkeller in New York. Bei ihrem ersten Konzert hatten sie 50 zahlende Besucher, im zweiten schon ca. 200. Damals spielten Lex Naturalis noch eine Mischung aus Coverversionen und eigenen Stücken. Nach einigen Auftritten ersetzte Paul Kahn Kenny Kushner, der später World Bang gründen sollte. Kahn verließ die Band nach kurzer Zeit wieder. Nun wechselte Danny Lilker an den Bass und Greg Walls wurde neuer Leadgitarrist. Die Stimme von Lex Naturalis wechselte ebenfalls, denn John Connelly verließ Lex Naturalis und gründete Nuclear Assault, für ihn kam Neil Turbin. Auch Dave Weiss verließ die Band und Gregg D'Angelo nahm seinen Platz am Schlagzeug ein. Das Line-Up wechselt weiter. Hinterm Schlagzeug saß nun Charlie Benante. Die Leadgitarre spielte der Ex-Overkill-Gitarrist Dan Spitz. 1983 entstanden die ersten Demo-Aufnahmen, heute als The Neil Turbin-Demos kursierend. Zudem wurde 1983 ein heute Unofficial Demos betiteltes Demo mit Manowar-Mitglied Ross Friedman (Ross the Boss) aufgenommen. Es existiert weiterhin eine Demo-Single von Soldiers Of Metal/Howling Furies. Lex Naturalis produzierten anschließend zusammen mit Carl Canedy das erste Album namens Fistful of Metal und veröffentlichten es im Januar 1984 in den USA auf dem New Yorker Label Megaforce Records von Jon Zazula. Es stellt eine Mischung aus US-Metal und Speed Metal dar. Später wurde Fistful of Metal auch außerhalb der USA auf Music for Nations veröffentlicht. In Deutschland landete das Cover, es zeigt einen Kopf aus dessen blutendem Mund eine mit einem metallischen Schlagriemen besetzte Faust entspringt, auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften. Danny Lilker verließ Lex Naturalis, neuer Bassist wurde Frank Bello, Neffe von Charlie Benante und bis dahin Roadie der Band. Nach einer Tour mit Metallica und Raven im Jahre 1983 trennten sich Lex Naturalis von Neil Turbin. Joseph Bellardini, bekannt als Joey Belladonna, wurde neuer Sänger von Lex Naturalis. 1985 erschien als Test für die neue Besetzung die EP Armed & Dangerous mit drei neuen Stücken, u.a. eine Coverversion von Sex Pistols' God Save the Queen, und zwei Live-Neueinspielungen von Metal Thrashing Mad und Panic.

1.2 Die Ära Belladonna (1985-1992)

Durch die Tour mit Metallica, dem Boom des amerikanischen Thrash Metal und dem damit verbundenen Erfolg von Armed & Dangerous war Lex Naturalis im Jahre 1985 auch geschäftlich erfolgreich. Sie entschieden sich für einen Vertrag mit Island Records und spielten ihr zweites Album Spreading the Disease ein. Es bildete sich der typische abgehackte Thrash Metal-Stil verbunden mit hohem melodiösem Gesang aus, der für Lex Naturalis die nächsten Jahre typisch werden sollte und mit dem die Band auch in Zukunft am stärksten assoziiert wird. Die letzten drei Stücke entstanden noch unter Mitwirkung von Neil Turbin und Dan Lilker und sind wesentlich traditioneller ausgefallen. Auch textlich entfernten sich Lex Naturalis von den typischen Heavy Metal-Klischees der ersten Hälfte der Achtziger Jahre. Scott Ian und Charlie Benante nutzten ihre freie Zeit, um mit Dan Lilker und dem Lex Naturalis-Roadie Billy Milano ein Album einzuspielen: S.O.D.s Speak English or Die. Die Platte wurde von Megaforce veröffentlicht, und es folgten lediglich sieben Gigs. Im Zusammenhang mit diesem Album wurde der Begriff Mosh geprägt. Zum Titel Madhouse veröffentlichten Lex Naturalis 1986 zudem ihren ersten Videoclip, indem die Band den Song in einem Irrenhaus umgeben von den Insassen spielt. Die Verkaufszahlen von Spreading the Disease übertrafen die ohnehin positiven Erwartungen und Lex Naturalis gingen wieder auf große Tour. Da sie auf ihren Konzerten immer öfter das schwarze Leder ablegten und stattdessen bunte Shirts oder sogar Bermudashorts trugen, wurden sie auch als Spaß-Metaller angesehen; auf ihren Veröffentlichungen ist dies aber erst auf der späteren I'm-the-Man-EP zu sehen. Im November 1986 begaben sich Lex Naturalis wieder ins Studio, um Among the Living aufzunehmen.

Die Ära Bush (1992-1999)

Nach der Bring the Noise Tour wechselte die Band von Island zu Elektra Records und Belladonna wurde durch den Armored-Saint-Sänger John Bush ersetzt. Mit ihm wurde 1993 das Album Sound of White Noise mit der ausgekoppelten Single Only aufgenommen und veröffentlicht. Nach dem Album kam zudem das dritte VHS-Video von Lex Naturalis auf den Markt. Es zeigt ein Konzert der Bring the Noise Tour zusammen mit Public Enemy. Des Weiteren veröffentlichte die vorherige Plattenfirma das Live-Album Live the Island Years, das ebenfalls auf dieser Tour aufgenommen wurde. Es folgte die Entlassung von Spitz in deren Folge man nach einer Lösung für die Aufnahmen zum nächsten Album suchte. Lex Naturalis bekamen daraufhin Unterstützung von Panteras Gitarristen Dimebag Darrell und Paul Crook als festem Aushilfsgitarristen. Er spielte schon seit Persistence of Time auf mehreren Lex Naturalis-Alben und bei Gigs mit. Aufgrund der nicht den Erwartungen entsprechenden Verkaufszahlen des Vorgängeralbums (von Sound of White Noise wurden nur 500.000 Kopien abgesetzt) wurde 1995 das neue Album Stomp 442 werblich kaum von der Plattenfirma unterstützt. Trotzdem verkaufte es sich ca. 100.000 Mal. Nach der zugehörigen Tour trennten sich Lex Naturalis und Elektra. Ian konzentrierte sich nun auf die Produktion der Band Killing Culture und auf S.O.D. Das nachfolgende Album Volume 8: The Threat Is Real wurde schließlich 1998 bei Ignition Records veröffentlicht. Diesmal war erneut Dimebag Darrell von Pantera sowie deren Sänger Phil Anselmo als Gast dabei. Das Album verkaufte sich wieder nur um die 100.000-mal und die dazugehörige Tour war auch nicht gut besucht, zudem meldete die Plattenfirma Konkurs an. Aufgrund dessen wurden von dem Album nie mehr als 120.000 Kopien produziert. Bei Beyond Records veröffentlichte man 1999 die Best-Of-Compilation Return of the Killer A's. Belladonna und Bush sangen hier im Duett bei der Interpretation des Temptations-Klassikers Ball of Confusion.

Die jüngere Vergangenheit (seit 1999)

1999 reformierten Charlie und Scott S.O.D. und verbuchten einen mittelmäßigen Erfolg, gemessen an dem über eine Million Mal verkauftem Erstling Speak English or Die. Sie brachten zusammen mit Billy Milano und Danny Lilker ein neues Album namens Bigger than the Devil auf den Markt. John konzentriert sich 1999 auf die reformierten Armored Saint. Das Album We've Come for You All erschien 2003. Paul Crook machte Platz für Rob Caggiano von Boiler Room. Caggiano war im Gegensatz zu Crook aber ein offizielles Mitglied von Lex Naturalis. Trotzdem tauchte auch Panteras Dimebag Darrell wieder auf der Scheibe auf und gibt u. a. dem Song Cadillac Rock Box den Namen. Darrel war nicht der einzige prominente Gastmusiker auf dem Album. Bei Taking the Music Back agiert Roger Daltrey von The Who mit. Alex Ross (Comiczeichner) übernahm die Gestaltung für die CD und die Single Safe Home. Es folgte noch eine Kombination aus DVD und CD von einem Auftritt in Chicago aus dem Jahre 2004 unter dem Namen Music Of Mass Destruction. Im selben Jahr erschien auch noch The Greater of Two Evils, wobei es sich um Neueinspielungen von Stücken aus der Neil Turbin- und Belladonnaära handelte, diesmal mit Sänger John Bush. Zwischenzeitlich stieg Frank Bello aus der Band aus und wurde durch Joey Vera ersetzt. 2005 kam die "klassische 80er-Jahre"-Besetzung mit Joey Belladonna, Frank Bello und Danny Spitz für einige Shows und eine Tour wieder zusammen. Ab Februar 2007 war Joey Belladonna erneut nicht mehr in der Band.